Bio Austria gibt Richtpreise für Futtergetreide „von Bio-Bauer zu Bio-Bauer“ bekannt

© EZG BIO-Getreide

30.06.22

Allgemeine Preissteigerungen und schwierige Situation auf den Agrarmärkten bestimmen aktuelle Richtpreis-Entwicklung

Alljährlich vor der Getreideernte erhebt der Vorstand von Bio Austria im Auftrag seiner Mitgliedsbetriebe gemeinsam mit VertreterInnen von Ackerbäuerinnen und Ackerbauern sowie Bäuerinnen und Bauern aus dem Veredelungsbereich ein angemessenes Preisband für den Futtergetreidehandel. Dieses soll maßgeblicher Anhaltspunkt für den Handel von Futtergetreide von Bio Austria Bauer zu Bio Austria Bauer sein. Es handelt sich dabei um eine rechtlich unverbindliche Orientierungshilfe zur leichteren Einschätzung des Marktes.

„Bei den heurigen Gesprächen und in den daraus resultierenden Richtpreisen im Bereich Futtermittel hat die insgesamt schwierige Situation am Markt Niederschlag gefunden. Die weitere Entwicklung der dafür ursächlichen Rahmenbedingungen ist zum aktuellen Zeitpunkt sehr schwer zu prognostizieren. Wir sehen den kommenden Monaten allerdings zuversichtlich entgegen“, betonte Bio Austria Obfrau Gertraud Grabmann nach den Gesprächen, die am 29. Juni in Linz stattgefunden haben.

Die ExpertInnen von Bio Austria erwarten, dass die derzeit leeren Biogetreidelager mit einer durchschnittlichen Ernte gefüllt werden können. Die aus den aktuellen Richtpreisen ersichtliche Preisentwicklung ist unter anderem den allgemeinen Kostensteigerungen und der aktuellen Situation auf den Agrarmärkten geschuldet.

Aktuell werden für unten angeführte Bio-Ackerfrüchte folgende rechtlich unverbindliche Richtpreise als angemessen im Vertriebsweg zwischen Bio Austria Bauern erkannt.

Bio-FuttergersteEuro 395,–
Bio-FutterweizenEuro 410,–
Bio-FuttertritikaleEuro 385,–
Bio-FutterroggenEuro 330,–
Bio-FutterhaferEuro 350,–
Bio-FuttererbseEuro 570,–
Bio-PlatterbseEuro 570,–
Bio-AckerbohneEuro 590,–
Bio-LupineEuro 650,–

Diesen Richtpreisen liegen folgende Annahmen zugrunde: Preise in €/t von Bauer zu Bauer, Ware entspricht dem Bio Austria Standard, ohne Berücksichtigung von Transportkosten, gerechnet für 25 t, exkl. USt., ohne Aspiration, ab Hof, feldfallend mit 2% Besatz, 14% Feuchte, alles darüber hinaus wird in Abzug gebracht.

Bio Austria weist darauf hin, dass Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern die nicht nach Bio Austria Richtlinien produzieren, in der Produktion aufgrund der weniger strengen Auflagen, wie etwa geringere Beschränkungen im Bereich des Zukaufs von Stickstoff-Dünger, einen Kostenvorteil von rund 30 Euro/Tonne haben. Diese Tatsache soll beim Handel von Bio-Bauer zu Bio-Bauer in Bezug auf die genannten Richtpreise berücksichtigt werden. Eine weitere Differenzierung besteht naturgemäß bei Ware von Umstellungsbetrieben. Abschließend verweist Bio Austria darauf, dass verkaufende Bio-Betriebe, sollten sie keinem Bio-Verband angehören, vor dem Handel mit der Ware die Zulassung derselben bei Bio Austria zu beantragen haben.

Über Bio Austria:

Bio Austria ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Als größter Bio-Verband in Europa repräsentiert Bio Austria die österreichische Bio-Landwirtschaft und vertritt die Interessen der Biobäuerinnen und Biobauern – mit 13.500 Mitgliedern und mehr als 430 Partnerunternehmen in der Wirtschaft. Nähere Informationen unter staging.bio-austria.at

Kontakt

  • Markus Leithner MSc.

    Bio Austria, Presse
    Pressesprecher (PR)
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