Projekt EIP Weide-Innovationen

1. Projekt
2. Arbeitspakete & Team
3. EIP-AGRI (ggf weiter runter)
4. Projekt Team (kurze Vorstellung der ArbeitspaketleiterInnen+ arbeitspaketbeschriebung)
5. Projekt-/Pilotbetriebe (Kurze Vorstellung der teilnehmenden Praxisbetriebe)
6. Zwischenergebnisse/Erkenntnisse der einzelnen Arbeitspakete und/oder Zwischenberichte (BG mit Martin Stadlbauer abstimmen, ob ok!)
7. Ergebnisse
8. Öffentlichkeitsarbeit-> bisherige Artikel in BAZ etc
9. Partner
10. Impressum ->Datenschutz, Bildnahweise

1. Projekt EIP Weide

Um dem Trend zu mehr Weidehaltung, bedingt durch unterschiedliche Maßnahmen und Bedingungen (Förderungen, Markt, gesetzliche Vorgaben, Low-Input Konzepte, Forschungs- und Beratungsaktivitäten, gesellschaftlicher Druck etc.) nachzukommen und nachhaltige und innovative Lösungsansätze v.a. BetriebsleiterInnen, die ihren Wiederkäuer auch unter schwierigen betrieblichen Bedingungen den Zugang zur Weide ermöglichen wollen und hierfür nur bedingt geeignete Flächen heranziehen müssen, wurde das Weide-Innovationen Projekt initiiert.

Eine eigens für dieses Projekt zusammengeschlossene Gruppe von Biobäuerinnen und Biobauern sowie Fachleuten aus Forschung und Beratung untersucht auf Praxisbetrieben welche Pflanzenbestände und Weidestrategien für die Beweidung von kleinen Flächen mit einer höheren Anzahl an Tieren, von Hutweiden und Steilflächen, von Flächen im Trockengebiet und zur Reduzierung des Parasitendruckes auf Kleinwiederkäuerweiden geeignet sind. Weiters wird eruiert, welche Aspekte (Management, Wirtschaftlichkeit) für die Weidehaltung von kälberführenden Milchkühen maßgeblich sind. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen die BetriebsleiterInnen unterstützen, die Ertragsfähigkeit der Weidebestände und somit die Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebe langfristig zu sichern.

Mittels folgender Maßnahmen sollen darunter stehende Projektziele erreicht werden:

Maßnahmen:

  • Prüfung von speziellen Saatgutmischungen mit jeweils zwei Etablierungsverfahren auf Praxisbetrieben (auf kleinen, stark bestoßenen Flächen im Trockengebiet und in einer niederschlagsreicheren Region)
  • Anlage eines Parzellenversuches auf einem Praxisbetrieb mit simulierten Mob Grazing im Trockengebiet und eines Praxisversuches zur Weidehaltung auf Ackerflächen
  • Erhebung Ist-Bestand auf fünf Praxisbetrieben mit Hutweiden und Steilflächen, Erstellung und Umsetzung von standortangepassten Weidekonzepten, Evaluierung Entwicklung Pflanzenbestand
  • Erhebung und Darstellung von neuen technischen Lösungen zur Erleichterung der Weidehaltung
  • Initiierung einer Stable School mit Praxisbetrieben zum Thema „Bewegungsweide“ inkl. Aufbereitung der Erkenntnisse für die Praxis.
  • Prüfung von speziellen Saatgutmischungen mit antiparasitär wirkenden Pflanzen auf Kleinwiederkäuerweiden (Schafe und Ziegen), Beweidungssystem „Top Grazing“
  • Erhebung von Praxiswissen zur Weidehaltung auf Kleinwiederkäuerbetrieben
  • Online-Erhebung zu den Erfahrungen mit kuhgebundener Kälberaufzucht (mit und ohne Weide), Eruierung möglicher Problemfelder und exakte Prüfung eines Problemfeldes auf Praxisbetrieb
  • Gegenüberstellung von wirtschaftlichen Kennzahlen bei kuhgebundener Kälberaufzucht mit Weide mit herkömmlichen Aufzuchtsystemen
  • Erstellung von Fachbroschüren und eines Fachvideos (Technik) zu den einzelnen Maßnahmen
  • Erstellung eines eigenen Homepage-Portals zur Verbreitung der Ergebnisse
  • Workshops auf den Pilotbetrieben zur Weitergabe des gewonnenen Wissens an interessierte PraktikerInnen und MultiplikatorInnen.

Ziele:

  • Neues Wissen zur Weidehaltung unter schwierigen Bedingungen in die Praxis bringen.
  • Die Ertragsfähigkeit von Weidebeständen langfristig erhalten und aufbauen.
  • Die Weidehaltung von Kleinwiederkäuern sowie von kälberführenden Milchkühen forcieren.
  • Weidehaltung mit neuen technischen Lösungen erleichtern.
  • Bäuerinnen und Bauern sowie BeraterInnen vernetzen, um so voneinander zu lernen.

All die gewonnenen Erkenntnisse sollen am Ende der Projektlaufzeit viele Betriebe bei der Weidehaltung unterstützen, indem ihnen Lösungsvorschläge auf die Frage wie sie ihre Tiere auf den Weiden unter den am Betrieb gegebenen Bedingungen nachhaltig halten können geboten werden können.

2. Arbeitspakete (AP) und Team

Für das Projekt EIP-Weide-Innovationen hat sich ein umfangreiches Team aus verschiedenen Disziplinen zusammengefunden. Sie bearbeiten 6 Arbeitspakete mit 8 „Unterarbeitspaketen“. Die einzelnen Arbeitspakete haben unterschiedliche Schwerpunkte und werden von einem Fachexperten zum jeweiligen Schwerpunkt geleitet.
Detailliertere Informationen zu den Schwerpunkten, Aktivitäten und Zielen der einzelnen Arbeitspakete erhalten Sie durch Klick auf das jeweilige Arbeitspaket.

Überblick der Arbeitspakete als Grafik

AP 1: Projektmanagement

ArbeitspaketleiterIn: Martin Stadlbauer und DI Bettina Gutschi

Die gesamte Projektkoordination sowie die Betreuung der Mitglieder der OG und das gesamte Kostenmanagement sind die Hauptbestandteile dieses Arbeitspakets. Dies soll dazu dienen, dass das Projekt reibungslos umgesetzt wird.

Aktivitäten:

  • Leitung des Projektes
  • laufende Projektfortschrittskontrolle und Organisation von Meetings sowie inhaltliche Abstimmung zwischen Operationeller Gruppe (OG)
  • Strategischen Partnern und Dienstleistern (SP)
  • Organisation eines Kick Off Meetings und OG-Meetings.
  • Budgetplanung
  • Kostenkontrolle
  • Abrechnungen

AP 2: Weide unter schwierigen Bedingungen

In diesem Arbeitspaket und seinen „Unterarbeitspaketen“ werden neu zusammengestellte Saatgutmischungen in bereits bestehende Weidebestände auf Praxisbetrieben eingesät. Der so erweiterte Pflanzenbestand wird mit einem abgestimmten Weidemanagement genutzt. Der Versuchsverlauf wird zwei Jahre lang regelmäßig evaluiert und dokumentiert. Dazu werden zu Projektbeginn die Erfassungsmethoden und Dokumentationsvorlagen erstellt und mit den Versuchsbetrieben der Ablauf besprochen. Die BetriebsleiterInnen werden während der Versuchsdurchführung von GrünlandberaterInnen begleitet und unterstützt. Weiters stehen die Versuchsbetriebe (Pilotbetriebe) nach Projektende als Exkursionsbetriebe zur Verfügung. Während der Projektlaufzeit werden neue innovative Techniken, die die Weidehaltung vereinfachen, z.B. Zauntechnik, Wasserversorgung, gesammelt und in einem Kurzvideo dokumentiert. Zudem wird es durch regelmäßige Treffen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zur Bewegungsweide geben.
Das erlangte Wissen wird zwischen allen Projektpartnern ausgetauscht. Gegen Ende der Projektlaufzeit wird auf den Versuchsbetrieben ein Seminar für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierte angeboten. Ziel ist, die Ergebnisse zu diskutieren und gemeinsam daraus zu lernen. In die Interpretation der Versuchsergebnisse fließen auch Erkenntnisse aus parallel an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein durchgeführten DAFNE-Projekten ein.

2.1   Bewegungsweide – Weidehaltung auf kleinen Flächen mit vielen Tieren

Arbeitspaketleiter: Dr. Bernhard Krautzer

  • Prüfung von drei speziellen Saatgutmischungen mit verschiedenen Etablierungsverfahren auf Praxisbetrieben (1x Trockengebiet, 1 x Region mit mehr Niederschlägen) mit kleinen, stark bestoßenen Weideflächen.
  • Versuchsanlage und Evaluierung der Bestandesentwicklung durch RG R & D.
  • Laufendes Monitoring durch die BetriebsleiterInnen
  • Begleitung und Unterstützung der BetriebsleiterInnen bei der Versuchsdurchführung durch GrünlandberaterInne
  • Erstellung Liste mit Pilotbetrieben für Exkursionen – Lernen von Praxisbetrieben mit erfolgreichem Weidemanagement auf kleinen Flächen.
  • Seminar auf Praxisbetriebe für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierte zum gemeinsamen Lernen
  • Darstellung der Versuchsergebnisse in der Infobroschüre und in einem Foliensatz.
  • Am Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wird ein Parzellenversuch (3 Mischungen in vierfacher Wiederholung) angelegt und die Bestandesentwicklung erhoben.
  • Die Ergebnisse daraus werden mit den Ergebnissen des Praxisversuches verknüpft.
  • Die Futterqualität und die Erträge dieser Versuchsanlage werden über ein eigenes DAFNE-Projekt ausgewertet und stehen im Projekt „WEIDE-INNOVATIONEN“ zur Verfügung.

Anlageplan Bewegungsweide

Versuchsmischungen Bewegungsweide

Spätsommeranlage 2022, Apfaltersbach

2.2 Innovative Methoden zur Beweidung von Ackerflächen

Arbeitspaketleiter: Dr. Walter Starz

Aktivitäten:

  • Anlage eines Parzellenversuches auf einem Praxisbetrieb in einer trockenen Region in Ostösterreich
  • Prüfung von Saatgutmischungen in einem simulierten Mob Grazing Versuch (acht Feldfuttermischungen mit Zuchtkräuteranteil, 4 Wiederholungen)
  • Beurteilung der Pflanzenbestandsentwicklung von zwei Mischungen bei Mob Grazing mit Ochsen und Mutterkühen
  • Beurteilung Futterqualität/Ertrag.
  • Anlage eines Weideversuches auf einem Praxisbetrieb mit Ackerflächen in einer Region mit höheren Niederschlagsmengen
  • Zusammenstellung von zwei Mischungen
  • Prüfung von drei Etablierungsverfahren
  • Beurteilung der Bestandesentwicklung.
  • Gemeinsames Lernen bei einem Seminar auf einem Praxisbetrieb für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierte
  • BeraterInnen begleiten die Praxisbetriebe bei der Versuchsdurchführung.

Anlage des Versuches in Arnreit (links) und Aderklaa im Frühling (rechts) 2022

2.3 Beweidung von Steilflächen und Hutweiden

Arbeitspaketleiter: Dr. Wolfgang Angeringer

Aktivitäten:

  • Erhebung Ist-Bestand auf fünf Praxisbetrieben (2 x Steilflächen, 3 x Hutweide)
  • Erstellung eines Beweidungsplans
  • Evaluierung Pflanzenbestand und Weidemanagement im ersten und zweiten Versuchsjahr.
  • Während der gesamten Versuchsphase werden die BetriebsleiterInnen von GrünlandberaterInnen betreut.
  • Für Hutweiden wird ein Excel-Weideplanungstool erstellt
  • Erfahrungsaustausch und gemeinsames Lernen über zwei Seminare für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierte (Hutweide, Steilflächen),
  • Zusammenfassung der Ergebnisse in Infobroschüre „Beweidung von Steilflächen und Hutweiden“ und in einem Foliensatz.

Viehsteige – die Hangneigung am Praxisbetrieb erreicht stellenweise 50 % und Aufwuchshühenmessung

2.4 Innovative Technik und Weidehaltung

Arbeitspaketleiter: Ing. Reinhard Gastecker

Aktivitäten:

  • Sammeln von innovativen Lösungsansätzen auf weidehaltenden Betrieben zu neuen technischen und baulichen Adaptierungen
  • Erstellung von einem Kurzvideo zu technischen und baulichen Innovationen bei Weidehaltung (Zäune, Wasserstellen, Schattenspender,…)
  • Veröffentlichung der Videos auf der Bio Austria Website Portal „WEIDE-INNOVATIONEN“

2.5 Stable School – Bewegungsweide

Arbeitspaketleiter: DI Jakob Gadermaier

Aktivitäten:

  • Erfahrungsaustausch zur Bewegungsweide in einer Gruppe von 5 bis 10 BetriebsleiterInnen
  • regelmäßige Treffen (6 x) auf den Höfen
  • Besprechung von Herausforderungen
  • Moderation der einzelnen Gruppentreffen durch BeraterInnen
  • Erkenntnisse werden für die Praxis dokumentiert und Schlussfolgerungen für die Praxis gemeinsam abgeleitet. Beitrag in der Infobroschüre „Bewegungsweide“.

Erfahrungsaustausch Bewegungsweide

AP 3: Weidehaltung von kleinen Wiederkäuern

Im Arbeitspaket 3 werden parasitär wirksame Pflanzen/Kräuter in bestehende Weidebestände eingesät und diese mit Hammeln und Jungziegen beweidet (Top Grazing). Im Projekt wird geprüft, mit welchen Etablierungsverfahren eine Einsaat möglich ist, wie sich der Pflanzenbestand entwickelt und wie die Tiere das Futter akzeptieren. Parallel dazu wird in einem DAFNE-Projekt an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die Auswirkung auf den Parasitendruck untersucht. Die Ergebnisse dieses Versuches werden mit den Erkenntnissen im EIP-Projekt „WEIDE-INNOVATIONEN“ verknüpft. Von insgesamt sechs Weidebetrieben (Schafe und Ziegen) wird langjähriges Erfahrungswissen gesammelt und dokumentiert. Auf dem Versuchsbetrieb wird ein Seminar für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierten angeboten. Dieser Austausch bietet die Möglichkeit die Versuchsergebnisse zu diskutieren und gemeinsam daraus zu lernen.

3.1 Top Grazing – Weidesystem für Milchziegenbetriebe

Arbeitspaketleiter: Dr. Leopold Podstatzky

Aktivitäten:

  • Weideversuch mit antiparasitär wirkenden Pflanzen auf einem Milchziegenbetrieb
  • Prüfung der Bestandesentwicklung und der Akzeptanz der Futterpflanzen durch die Tiere
  • Umsetzung einer Rotationsweide bei hohem Aufwuchs/Top Grazing mit Ziegenkitzen.
  • Der Verlauf des Parasitendruckes und die Futterqualität werden im Rahmen eines DAFNE-Projektes geprüft.
  • Die Ergebnisse fließen in das EIP Projekt WEIDE-INNOVATIONEN ein und stehen somit der Praxis unmittelbar zur Verfügung.
  • • Auf dem Praxisbetrieb wird ein Seminar für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierte zum gemeinsamen Lernen angeboten.
  • • Beitrag in einer Infobroschüre „Weidehaltung von kleinen Wiederkäuern“ und in einem Foliensatz.
  • Versuchsplan Top Grazing und Versuchsfläche auf einem Praxisbetrieb(Datei Versuchsfläche2)

Weideführung

3.2 Innovative parasitenreduzierende Saatgutmischungen für Kleinwiederkäuerweiden

Arbeitspaketleiter: DI Manuel Raggl

Aktivitäten:

  • Beweidung von Weidebeständen mit antiparasitär wirkenden Pflanzen mit Hammeln (2022, 2023) an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein
  • Beurteilung des Parasitendruckes und der Akzeptanz durch die Tiere.
  • Die Futterqualität und die Bestandesentwicklung werden im Rahmen eines DAFNE-Projektes erhoben.
  • Die Ergebnisse fließen in das EIP Projekt WEIDE-INNVATIONEN ein und stehen somit der Praxis unmittelbar zur Verfügung.
  • Auf dem Praxisbetrieb wird ein Seminar für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierte zum gemeinsamen Lernen angeboten.
  • Beitrag in einer Infobroschüre „Weidehaltung für kleine Wiederkäuer“ und in einem Foliensatz.

Weidemischung und System und Bewirtschaftung 2022

3.3 Bewährte Weidesysteme in der Schaf- und Ziegenhaltung – Best Practice Betriebe

Arbeitspaketleiterin: Prof. Dr. Christine Leeb

Aktivitäten:

  • Auf jeweils drei Ziegen- und Schafbetrieben mit langjähriger Weideerfahrung wird Wissen zum Weidemanagement gesammelt.
  • Begleitend wird der Parasitendruck (Kotprobenanalyse) über ein DAFNE-Projekt von Raumberg-Gumpenstein erhoben und ausgewertet.
  • Die Ergebnisse fließen in das EIP-Projekt „WEIDE-INNOVATIONEN“ ein.
  • Auf dem Praxisbetrieb wird ein Seminar für PraktikerInnen, BeraterInnen und Interessierte zum gemeinsamen Lernen angeboten.
  • Beitrag in einer Infobroschüre „Weidehaltung für kleine Wiederkäuer“ und in einem Foliensatz.

Kotprobenergebnisse

AP 4: Weidehaltung von kälberführenden Kühen

Arbeitspaketleiterin: Prof. Dr. Susanne Waiblinger

In diesem Arbeitspaket wird neues Wissen zur kuhgebundenen Kälberaufzucht dieser Aufzuchtsysteme gesammelt und dokumentiert. Über eine Onlinebefragung werden die Systemvarianten auf Betrieben mit kuhgebundener Kälberaufzucht und bereits vorhandenes Erfahrungswissen erhoben. In einem weiteren Schritt werden zwei aufeinanderfolgende Vor-Ort-Erhebungen auf ausgewählten Betrieben durchgeführt, um spezielle Fragestellungen näher zu untersuchen. Nach jeder Erhebung (Online und Vor-Ort) werden die Ergebnisse innerhalb der Projektgruppe diskutiert. Bei der Vor-Ort-Erhebung werden betriebswirtschaftliche Kennzahlen für die Arbeit im Arbeitspaket 5 erhoben.
Ziel des Teilprojektes ist es, spezifische Herausforderungen und mögliche Probleme, aber auch besondere Vorzüge einer Weidehaltung mit kälberführenden Milchkühen zu untersuchen und Praxisempfehlungen zu erarbeiten.

Aktivitäten:

  • Onlinebefragung zu Erfahrungen auf Betrieben mit kuhgebundener Kälberaufzucht (mit und ohne Weide).
  • Auswertung der Fragebögen und Austausch mit Projektgruppe.
  • Detaillierte Erhebung bei Betriebsbesuchen auf 10 bis 15 Praxisbetrieben mit Weide (muttergebundene Kälberaufzucht).
  • Eruierung möglicher Problemfelder aufgrund der vorangegangenen Erhebungen.
  • Austausch über Zwischenergebnisse mit Projektgruppe
  • exakte Erhebung zur Prüfung einer Problemstellung und Prüfung von Lösungsansätzen auf fünf Praxisbetrieben (ca. 20 Tiere)
  • Ableitung von Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die Praxi
  • Beitrag in einer Infobroschüre „Weidehaltung von kälberführenden Kühen“ und in einem Foliensatz (Überblick Ergebnisse AP 4, AP5).

Gründe für kuhgebundene Aufzucht2, Anzahl Betriebe mit Weidegang für die jeweilige Tierkategorie und Freie Antworten

AP 5: Wirtschaftlichkeit von Systemen mit kuhgebundener Kälberaufzucht

Arbeitspaketleiter: Dr. Stefan Kirchweger

Die Weidehaltung von kälberführenden Milchkühen stellt viele neue Anforderungen an die TierhalterInnen. Einzelne Betriebe setzen diese bereits um. Derartige Innovationen in landwirtschaftlichen Betriebsabläufen finden meist nur eine breitere Zustimmung, wenn sie auch einen ökonomischen Nutzen für die Betriebe bringen.
In diesem Arbeitspaket werden die, im Arbeitspaket 4 gesammelten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ausgewertet und anderen Kälberaufzuchtsystemen gegenübergestellt.

Aktivitäten:

  • Befragung zu betrieblichen Kennzahlen wie Arbeitszeit
  • Direktkosten zur Kälberaufzucht, Milchmenge pro Kalb, Aufzuchtdauer usw. (Befragung wird im Rahmen der Betriebsbesuche der Vet. Med. Wien im AP 4 durchgeführt)
  • Auswertung der Ergebnisse und Gegenüberstellung mit üblichen Standardverfahren der Kälberaufzucht
  • Optimierungsmöglichkeiten werden mit befragten Betrieben diskutiert
  • Beitrag in einer Infobroschüre „Weidehaltung von kälberführenden Kühen“ und in einem Foliensatz (Überblick der Ergebnisse aus AP 4 und AP 5) wird veröffentlicht.

Ergebnisse der Befragung zur Einschätzung der kuhgebundenen Kälberaufzucht auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis

AP 6: Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit

Arbeitspaketleiterin: DI Bettina Gutschi

Im Arbeitspaket 6 werden bereits während der Projektlaufzeit alle zur Verfügung stehenden Kanäle zur Kommunikation genutzt. Hier, auf der Bio Austria Website werden alle Projektergebnisse veröffentlicht. Zu Projektende wird eine Fachtagung unter Einbindung der ProjektpartnerInnen sowie externer ReferentInnen veranstaltet, wo alle Projektergebnisse vorgestellt und mit dem Auditorium diskutiert werden. In Agrarmedien wird über Fachbeiträge von den Projektergebnissen berichtet. Ebenso werden neue Medien für die Kommunikation nach außen genutzt. Für Beratung und Lehre werden Foliensätze mit den Versuchsergebnissen zur Verfügung gestellt.

Aktivitäten:

  • Organisation einer Abschlusstagung, bei der sämtliche im Projekt generierten Ergebnisse präsentiert werden
  • während der Projektlaufzeit wird regelmäßig über aktuelle Projektergebnisse in den zur Verfügung stehenden Medien (BAZ, Mitgliederinfo…) berichtet
  • Auf der Bio Austria Website wird ein Portal „WEIDE-INNOVATIONEN“ eingerichtet
  • Versuchsergebnisse werden über Infobroschüren bzw. über ein Kurzvideo veröffentlicht.
  • Für jedes Arbeitspaket wird ein Foliensatz mit den Ergebnissen erstellt, der für spätere Präsentationen bei Veranstaltungen und für die Lehre zur Verfügung gestellt wird.

Beitrag in der Bio Austria Zeitung über das Projekt EIP-Weide-Innovationen

3. EIP-AGRI

Die Europäische Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-Agri) ist ein Konzept zur Förderung von Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft.

Ziel der EIP-AGRI ist es, den Austausch zwischen der modernen Forschung und Technologie und der land- und forstwirtschaftlichen Praxis zu verbessern.
Die EIP-AGRI soll zur Schaffung eines wettbewerbsfähigen Primärsektors beitragen, der wichtige Voraussetzungen für die Lebensmittelsicherheit sicherstellt:

  • die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln,
  • ein breites Produktspektrum und diversifizierte Produktionssysteme,
  • eine langfristige Versorgung mit unterschiedlichen Rohstoffen für die Herstellung von Lebensmitteln und Nichtlebensmitteln sowie
  • eine ausgewogene Wertschöpfungskette

Operationelle Gruppen (OG)

So heißen die Arbeitseinheiten für diese innovativen Projekte. Diese werden von interessierten Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen der Land- und Forstwirtschaft, Forschung, Beratung sowie des Nahrungsmittelsektors gegründet, um entsprechend ihren Interessen gemeinsam Innovationsprojekte umzusetzen.
Die heterogene Zusammensetzung fördert den Austausch zwischen Praktikern und Forschern und hilft, dass Produkt- und Prozessinnovationen schneller in die Praxis umgesetzt werden.

Für das Projekt „Weide-Innovation“ wurde deshalb eigens die „GesbR/ARGE WEIDE-INNOVATIONEN “ gegründet

Das Projekt „Weide-Innovation“ wird über die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-AGRI) gefördert. Ziel von EIP AGRI ist, innovative Ideen im landwirtschaftlichen Bereich zu fördern und somit neues Wissen von der Praxis in die Praxis zu bringen. Langfristig soll damit die Erzeugung von landwirtschaftlichen Produkten sichergestellt werden.

4. Praxisbetrieb mit Betriebsspiegel

(in welchem AP macht er mit, welcher Versuch wird im Rahmen des Projekts gemacht, was erwartet sich der Betrieb durchs Projekt, was sind die Ziele)

APUnterkategorieNameOrtPilotbetriebe & Kontakt
2.1BewegungsweideFlorian SchießlSt. Leonhard am Forst
2.1Stefan ReisenbergerOttnang/Hausruck
2.1ParzellenversuchBio-Instiut Raumberg-GumpensteinStainach-Pürgg
2.2Mop GrazingVinzenz HarbichAderklaa
2.2
Weide auf AckerAlois GahleitnerArnreit
2.3. Hutweiden/SteilflächenElisabeth und Manuel ZechnerPölstal
2.3. Hutweiden/SteilflächenChristine und Stefan BischofBruck an der Mur
2.3. Hutweiden/SteilflächenFranz PromeggerHüttau
2.3. Hutweiden/SteilflächenSophia HaberlHart im Zillertal
2.3. Hutweiden/SteilflächenStefan KirchwegerMolln
3.1Top Grazing ZiegeFlorian HornerSchenkenfelden
3.2Weide mit HammelHBLFA Raumberg-GumpensteinIrdning-Donnersbachtal

5. Zwischenergebnisse der einzelnen AP/Erkenntnisse der einzelnen AP und/oder Zwischenberichte

(BG mit Martin Stadlbauer abstimmen, ob ok!)

-3 Zwischenberichte: kurzer Anrisstext und dann Verlinkung auf pdf – Abklärung Datenschutz mit Helmut
-Abschlussbericht (kommt erst zum Ende des Projekts)
-weitere Dinge???

Alle Zwischenergebnisse des Projektes EIP Weide-Innovationen sind halbjährlich zu einem Dokument zusammengetragen worden. Diese können Sie hier nachlasen:
• 1. Zwischenbericht
• 2. Zwischenbericht
• 3. Zwischenbericht

6. Inhalt Ergebnisse

  • Fachbroschüren
  • Excel Tool
  • Bericht von den Seminaren
  • Foliensatz aller AP
  • Kurzvideos zu technischen Lösungen für die Weidehaltung

Alle gewonnenen Erkenntnisse werden am Ende der Projektlaufzeit auf dieser Website zu finden sein. Sie sollen viele Betriebe bei der Weidehaltung unterstützen, indem ihnen Lösungsvorschläge auf die Frage wie sie ihre Tiere auf den Weiden unter den am Betrieb gegebenen Bedingungen nachhaltig halten können geboten werden können.

  • Welche Erkenntnisse sind konkret zu erwarten?XWissen über die Eignung von ausgewählten Pflanzen für die Ein- und Nachsaat auf trockenen Grünlandstandorten sowie auf Kleinwiederkäuerweiden und auf Bewegungsweideflächen
  • Empfehlungen, mit welchen Maßnahmen/Etablierungsverfahren die Pflanzen erfolgreich in bestehende Weidebestände eingesät werden können (Über- und Nachsaat bzw. Neuanlage)
  • Innovationen zur nachhaltigen Beweidung von Ackerflächen, zu Weiden in trockenen Regionen und auf Hut- und Steilflächen
  • Eignung von ausgewählten Pflanzen und speziellen Weidesystemen zur Reduzierung des Parasitendruckes bei der Weidehaltung von Kleinwiederkäuern
  • Lernen voneinander – Betriebe mit langjähriger Erfahrung in der Beweidung mit Flächen auf schwierigen Standorten (kleine Flächen, trockene Standorte, Hutweiden, Steilflächen) und in der Weidehaltung von Kleinwiederkäuern geben ihr Wissen weiter
  • Pool an Pilotbetrieben, die ihr Wissen bei Exkursionen an BerufskollegInnen weitergeben
  • Zusammenfassung von neuen und innovativen Techniken, die auf Weidebetrieben zum Einsatz kommen (Wasserstellen, Weidemelkstände, Melkroboter und Weidehaltung) in Form von Kurzvideos
  • Neue Erkenntnisse für Betriebe mit Interesse an der Weidehaltung von kälberführenden Milchkühen
  • Wirtschaftliche Kennzahlen für Weidebetriebe mit kälberführenden Milchkühen
  • Vertikale und horizontale Vernetzung der im Projekt beteiligten Betriebe
  • Breite Weitergabe und Umsetzung der Ergebnisse an wiederkäuerhaltende Betriebe, Beratungskräfte und die Forschungsstellen welche nicht direkt im Projekt beteiligt sind/waren (Info-Schriften, Seminare, Abschlussveranstaltungen, Foliensätze, Videos etc.)
  • Erhöhung der Marktchancen für Betriebe mit Weidehaltung

7. Öffentlichkeitsarbeit

@Helga: bitte die einzelnen Artikel aus den Zeitungen verfügbar machen und verlinken so dass alle Leute die Artikel als pdf lesen können
@ Bettina – wo sind die auffindbar

Im Anschluss an das Kick-off-Meeting am wurden der offizielle Projektstart sowie die In halte und Ziele des Projektes in mehreren Informationskanälen, wie Bio Austria Website, Bio Austria Newsletter, Bio Austria Zeitung (02/2022) auch mittels Medien der Projektpartner kommuniziert. Hierdurch sollten Aufmerksamkeit und Bewusstsein für die Projektinhalte erzeugt werden.

Einige dieser Berichte können hier über nachstehende Links nachgelesen werden:

8. Partner

Operationelle Gruppe

Strategische Partner und Drittdienstleister

9. Bildnachweise

Urheber und Bildquelle der im Original-Layout verwendeten Bilder:

  • xy
  • Startseite, Bild bei Crowdfunding: xy